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Aus der Dplomarbeit von Andreas Zeitlhöfler 2002: Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen

4.19 Pyrus nivalis - Die Schnee- oder Leder-Birne

- Vorkommen: Diese Verwandte der als Obstgehölz bekannten Kulturbirne ist in Süd- und im südlichen Mitteleuropa anzutreffen, aber auch in Kleinasien.

- obstbauliche Bedeutung: Von dieser Art sollen zwar die Bergamotten, verschiedene Mostbirnensorten und die sogenannten "perry cider pears" abstammen, doch die Art selbst wird kaum obstbaulich genutzt.

- Erscheinungsbild: Die Schnee-Birne tritt v.a. als Baum von bis zu 20 m Höhe in Erscheinung und trägt verkehrt-eiförmige bis elliptische, z.T. auch lanzettliche Blätter. Die kleinen, gelbgrünen Früchte weisen einen zunächst herben Geschmack auf, erst nach Frosteinwirkung sind sie genießbar.

- Unterarten: Die Art gliedert sich in die beiden Unterarten P. nivalis ssp. nivalis (Echte Schnee- oder Leder-Birne) und P. nivalis ssp. salviifolia (Salbeiblättrige oder Salbei-Birne).

- weitere Arten: Die auf der Krim, in Südosteuropa und Kleinasien beheimatete Kleinasiatische oder Ölbaumblättrige Birne (Pyrus elaeagrifolia) erscheint als Strauch oder kleiner Baum mit bedornten Zweigen. Die kugeligen bis kreiselförmigen Früchte sind grün und nur 2 cm groß. Die Weidenblättrigen Birne (Pyrus salicifolia) stammt aus Südwestasien und wird v.a. als Ziersorte ´Pendula´ in Gärten und Parks verwendet. Dieser Baum weist eine kleine Krone mit überhängenden Zweigen auf. Die grünen, harten Früchte werden 2 - 3 cm lang und schmecken herb. Weiterhin ist noch die in Südeuropa, im Mittelmeerraum und in Kleinasien beheimatete Mandelblättrige oder Dornige Birne (Pyrus spinosa) zu erwähnen, welche einen mit zahlreichen Dornen versehenen Strauch von bis zu 6 m Höhe darstellt. Sie gilt als eine der Ausgangsarten der heutigen Kulturbirnensorten (Bundessortenamt 1999).

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