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Aus der Dplomarbeit von Andreas Zeitlhöfler 2002: Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen

4.21 Rubus caesius - Die Kratz- oder Ackerbeere

Diese Brombeerart kommt in Europa und Nordasien an Feld- und Waldrändern vor. Hierbei handelt eis sich um einen niedrig wachsenden Strauch, dessen Zweige nur schwach mit Stacheln bewehrt sind. Die Blätter sind auf der Oberseite grün und runzelig, auf der unteren Seite grau und weich behaart. Die blauen bis schwarzen Früchte sind bereift und schmecken sauer. Sie stellen Sammelfrüchte dar, welche aus nur wenigen Einzelfrüchten zusammengesetzt sind.

- weitere nahe verwandte Arten: Außer der Kratzbeere und der Schwedischen Ackerbeere sind noch weitere, der Brombeere nahe stehende Arten in Europa anzutreffen wie z.B. die Moltebeere (Rubus chamaemorus). Dies Art ist in Nordeuropa v.a. in den norwegischen und finnischen Torfmooren vertreten und zeigt sich als dünntriebige, unbewehrte Staude. Sie trägt große, hellorange Früchte, welche aus großen Steinfrüchten zusammengesetzt sind und gut schmecken. Bei dieser Art gibt es jedoch nur männliche und weibliche Pflanzen, keine Zwitter. Die Steinbeere (R. saxatilis) ist als Staude in den europäischen Laubwäldern häufig anzutreffen. Ihre niederliegenden Triebe sind nur behaart oder nur fein bestachelt, die roten Sammelfrüchte bestehen aus nur drei bis vier Einzelfrüchten, welche dafür aber erbsengroß sind. Der Geschmack ist säuerlich. Aus dem Kaukasus stammt die Art Rubus platyphyllos, welche einen wintergrünen, stark verzweigten Strauch darstellt. Dieser trägt purpurviolett gefärbte Früchte, welche bis zu 3 cm lang sind. Diese werden aber nur in warmen Gegenden vollreif (Bundessortenamt 1999).

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