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Aus der Dplomarbeit von Andreas Zeitlhöfler 2002: Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen

4.22 Rubus phoenicolasius - Die Japanische Weinbeere

Diese Art gehört ebenfalls zur selben Gattung wie die bekannten Obstarten Himbeere und Brombeere. Sie stammt aus Ostasien, wird aber in Europa schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts obstbaulich genutzt. Hierbei handelt es sich um einen bis zu 2,5 m hohen Strauch. Die Einzelfrüchte sind intensiv leuchtend orangerot gefärbt, halbkugelig, von einem rotborstigen Kelch umgeben und zu kleinen Trauben zusammengefaßt. Sie werden von Juli bis August reif und zeichnen sich durch ein angenehm weinsäuerliches Aroma aus. Die Früchte können wie Himbeeren verwendet werden. Die Japanische Weinbeere hat jedoch den Vorteil, daß sie nicht vom Himbeerkäfer befallen wird. In letzter Zeit ist das Interesse an dieser Wildobstart gestiegen (Bundessortenamt 1999). Sie eignet sich als Wildobstgehölz auch für Gärten (Albrecht 1996).

Abb. 68: Rubus phoenicolasius – Fruchtstand (aus Bruns 2000)

- weitere nahe verwandte Arten: Mit der Gemeinen Himbeere ist auch die Schwarze Himbeere (Rubus occidentalis) aus Nordamerika eng verwandt. Diese Art trägt dunkel gefärbten Früchte und eignet sich gut als Wildobstgehölz für den Hausgarten. Es sind einige Sorten erhältlich wie z.B. ´Bristol´, deren rote bzw. schwarze Früchte im Juli reif werden. Aus Nordamerika stammt auch die Lachs-Himbeere oder Salmonberry (R. spectabilis), welche seit etwa 1850 auch in Europa obstbaulich genutzt wird. Dieser sommergrüne Strauch wird 1 - 2 m hoch und trägt halbkugelige, hellrot bis weißlich gefärbte Früchte. Die Erdbeerhimbeere (R. illecebrosus) dagegen stammt aus Japan. Sie wächst mehr staudenartig und kann gut als Bodendecker verwendet werden, denn sie wird nur 1 m hoch. Die scharlachroten Früchte sind bis zu 3 cm groß. Sie schmecken süß bis fade, können aber gut zur Zubereitung von Kompott eingesetzt werden. Diese Art verträgt viel Schatten (Bundessortenamt 1999).

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