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Aus der Dplomarbeit von Andreas Zeitlhöfler 2002: Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen

4.24 Shepherdia argentea - Die Silber-Büffelbeere

- Vorkommen: Diese Wildfrucht ist in Kanada und den USA anzutreffen.

- obstbauliche Bedeutung: Die Früchte wurden schon von den Indianern als Nahrungsquelle gesammelt. In der kanadischen Prärie werden Büffelbeersträucher heute als Windschutz gepflanzt und gleichzeitig als Wildfrucht genutzt (Bundessortenamt 1999).

- Erscheinungsbild: Die Silber-Büffelbeere erscheint als sparrig verzweigter, dorniger Strauch von 3 - 4 m Höhe (Albrecht 1996), mitunter erreicht sie auch eine Höhe von 6 m (Bundessortenamt 1999). Die Triebe sind i.d.R. bedornt oder zugespitzt (10). Die Blätter sind silbrig behaart, recht schmal und erreichen eine Länge von bis zu 5 cm. Die Blüten erscheinen oft schon vor denen der Forsythie. Sie sind gelblich und stellen eine gute Nahrungsquelle für Bienen dar, allerdings gibt es auch hier wie beim Sanddorn weibliche und männliche Pflanzen. Im Juli reifen rundliche (Bundessortenamt 1999), orange bis tiefrote Früchte heran (Albrecht 1996), welche ca. 6 - 9 mm groß sind (10). Diese sind einzeln oder zu mehreren an seitlichen Kurztrieben zu finden, was auf die Verwandtschaft zum Sanddorn hinweist (Albrecht 1996). Die Beeren weisen ein angenehm säuerliches Aroma auf (Bundessortenamt 1999) und sind v.a. reich an Vitamin C, wobei dessen Gehalt nach den neuesten Untersuchungen zwischen 175 und 225 mg/100 g Frucht liegen soll. Damit wäre der Vitamin-C-Gehalt der Zitrone bei weitem übertroffen. Zu einem geringen Anteil sind auch Saponine enthalten, welche in größeren Mengen giftig sein sollen. Die Früchte sind auch reich an Pektin (Albrecht 1996).

- Standortansprüche: Die Silber-Büffelbeere ist relativ anspruchslos und kommt auch auf leichten und salzhaltigen Böden gut zurecht. Wie der Sanddorn, so steht sie ebenfalls über eine Mykorrhiza mit Strahlenpilzen in Verbindung, wodurch sie auch den Luftstickstoff nutzen kann und keine zusätzliche Stickstoffzufuhr benötigt. Selbst Trockenheit und große Kälte machen diesem Gehölz nichts aus. Durch die frühe Blüte kann es jedoch zu Spätfrostschäden kommen.

- Pflanzung: Es ist zu beachten, daß immer zwei Geschlechter gepflanzt werden müssen. Deshalb ist es günstig, gleich mannshohe Pflanzen zu setzen, bei denen die ersten Blüten das jeweilige Geschlecht offenbaren (Albrecht 1996).

- Ernte: Die Ernte kann schon im Spätsommer erfolgen, doch werden die Früchte erst nach Frost süßer und damit genießbar. Sie eignen sich auch zum Trocknen (10).

- Verwendungsmöglichkeiten: Die Früchte sind zwar zum Frischverzehr geeignet, aber nicht in größeren Mengen (Bundessortenamt 1999). In ihrer Heimat wurden die Beeren von den Indianern zur Zubereitung von Soße verwendet, welche als Beilage zu Büffelfleisch diente (Albrecht 1996). Auch Gelee und Konfitüre lassen sich aus ihnen gut zubereiten. Büffelbeeren sind auch hervorragend als Zusatz für die Zubereitung von Müsli geeignet (Bundessortenamt 1999).

- Sorten: Es wurden bereits Klone gezüchtet, anerkannte Sorten sind jedoch noch nicht bekannt (Albrecht 1996).

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