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Aus der Dplomarbeit von Andreas Zeitlhöfler 2002: Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen
4.25 Taxus baccata - Die Gemeine Eibe
- obstbauliche Bedeutung: Selbst diese als hochgiftig angesehene Art trägt zur Verwertung geeignete Früchte, gleichzeitig ist sie eines der wenigen Nadelgehölze mit verwertbaren Früchten überhaupt. Tatsächlich sind nahezu alle Teile der Eibe sehr giftig bis auf den roten Samenmantel. Die einzige heute bekannte Verwendungsform für die Früchte stellt das Brennen von Schnaps dar. Für diesen werden die Beerenzapfen mit einem Stock zunächst vom Strauch abgeschlagen und auf einer unter den Strauch gelegten Plastikplane aufgesammelt. Dieser Schnaps soll ein Aroma aufweisen, welches dem von Gin oder Wacholder ähnelt. Es gibt durchaus Liebhaber, welche dieses Destillat schätzen (Gassner 1999). - Erscheinungsbild: Schon von Natur aus ist die Gemeine Eibe sehr variabel, den sie kann als Strauch oder kleiner bis mittelhoher Baum erscheinen und wird dabei 6 - 15 m hoch, z.T. auch bis 18 m, und 6 - 12, z.T. auch bis 15 m breit. Die nadelförmigen Blätter sind schwarzgrün, linealisch und zweizeilig angeordnet. Es treten auch hier wie beim Wacholder männliche oder weibliche Pflanzen auf, deren Blüten von März bis April erscheinen. Die 6 - 7 mm langen und 3,5 mm breiten Samen sind mit dem roten, eßbaren Samenmantel umhüllt.
Abb. 69: Taxus baccata mit Früchten im Dezember. Nur der Samenmantel ist eßbar. - Vorkommen: Diese Konifere kommt in Europa in Bergwäldern vor, doch auch in Kleinasien, Nordafrika, im Kaukasus und in Nordpersien ist sie noch anzutreffen. - Standortansprüche: Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, die Eibe bevorzugt nahrhafte, alkalische Substrate im frischen bis feuchten Bereich. Sie gedeiht aber auch auf schwach sauren, mageren oder mäßig trockenen Böden noch recht gut, meidet aber stark saure Standorte (Bruns 2000). Zurück zum Seitenanfang |
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