| Zurück zum Inhaltsverzeichnis,
Bislang kaum angebaute Wildobstarten
|
| garteninfos.de |

Aus der Dplomarbeit von Andreas Zeitlhöfler 2002: Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen

 

4.5 Decaisnea fargesii - Der Blauschotenstrauch

- Vorkommen: Der Blauschotenstrauch stammt aus den Bergwäldern Westchinas (Bruns 2000).

- obstbauliche Bedeutung: Diese Art trägt ähnliche Früchte wie die Akebie, welche in der Heimat als Wildfrüchte gesammelt und verzehrt werden, doch in Europa ist der Blauschotenstrauch als Wildfrucht ohne Bedeutung (Albrecht 1996).

- Erscheinungsbild: Dieser Strauch erreicht eine Höhe von 3 - 5 m und eine Breite von 2 - 4 m. Er wächst zunächst straff aufrecht, ältere Sträucher neigen auch leicht über, die Verzweigung ist gering. Die 50 - 80 cm langen Blätter sind unpaarig gefiedert und aus 13 - 25 Fiederblättern zusammengesetzt, von denen die unteren eiförmig, die oberen dagegen elliptisch geformt sind. Im Juni zeigen sich glockenförmige, grünlichgelbe Blüten in locker aufgebauten, hängenden Trauben. Daraus bilden sich bis zu 10 cm lange, bohnnartige Balgfrüchte, welche im Spätsommer eine kobaltblaue Färbung mit unterseits weißlicher Bereifung aufweisen. Sie werden in etwa so dick wie ein Daumen.

Abb. 54: Decaisnea fargesii mit reifen Früchten (aus Bruns 2000)

- Standortansprüche: Der Standort sollte wie bei der nahe verwandten Akebie sonnig, warm und geschützt sein, Spätfröste werden nur schlecht vertragen. Der Boden kann sauer oder alkalisch sein, auch magere Böden kommen in Frage. Für den Blauschotenstrauch sind nährstoffreiche, gut drainierte Substrate im frischen bis feuchten Bereich optimal (Bruns 2000).

Zurück zum Seitenanfang