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Aus der Dplomarbeit von Andreas Zeitlhöfler 2002: Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen
4.6 Elaeagnus angustifolia - Die Schmalblättrige Ölweide - Vorkommen: Diese west- und ostasiatische Art ist v.a. im südlichen Mitteleuropa verwildert. - Erscheinungsbild: Die Schmalblättrige Ölweide erscheint als 5 - 8 m hoher Strauch oder Kleinbaum mit bedornten Trieben. Die Blätter sind schmal und auf der Unterseite mit silbrigen Schuppen versehen. Die gelblichen Blüten erscheinen von Mai bis Juni. Sie sind zweigeschlechtlich und unscheinbar, dafür duften sie umso stärker. Von September bis Oktober werden die gelbbraunen, eiförmigen und etwa 1 cm langen Früchte reif. Das Fruchtfleisch schmeckt süßlich und mehlig. Bei allen Ölweiden sind die Früchte reich an Fruchtsäuren, Glucose und Fructose, Vitamin C, Ölen und den Mineralstoffen Kalium und Phosphor. Der Eiweißgehalt beträgt 10 - 15 %.
Abb. 55: Elaeagnus angustifolia mit reifen Früchten (aus Bruns 2000) - Standortansprüche: Für alle Ölweidenarten sind i.d.R. mäßig feuchte, lockere Sandböden am besten geeignet. Wie der Sanddorn, so leben auch sie in Symbiose mit Strahlenpilzen, wodurch sie sich auch über die Luft mit Stickstoff versorgen können. Alle Ölweiden brauchen einen sonnigen Standort. Die Schmalblättrige Ölweide verträgt auch Industrieabgase, Bodentrockenheit und sehr salzhaltige Böden recht gut. - Schnitt: Es müssen lediglich die abgestorbenen Äste entfernt werden, andere Kulturmaßnahmen entfallen. - Verwendungsmöglichkeiten: Die Früchte sind nur bedingt für den Frischverzehr geeignet. Sie können v.a. gut zur Herstellung von Marmeladen und Gelee verwendet werden, wozu sie auch mit anderen Früchten gemischt werden können. Daneben sind sie auch zur Zubereitung von aromatischen Likören, Kompott, Gebäck und Suppen geeignet. - Sorten und Varietäten: ´Red King´ trägt bis zu 2,5 cm lange Früchte. Die Varietät var. orientalis ist kaum bedornt. Die bis zu 2 cm langen Früchte sind hier gelb und auch roh eßbar. Dagegen trägt die Varietät var. spinosa besonders viele Dornen und breitere, elliptische Blätter. Die Früchte sind auch eher rundlich und kleiner (Bundessortenamt 1999). Zurück zum Seitenanfang |
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