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Aus der Dplomarbeit von Andreas Zeitlhöfler 2002: Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen
4.8 Elaeagnus umbellata - Die Korallen-Ölweide - Vorkommen: Die Korallen-Ölweide ist in Japan, Korea und im Nordosten Chinas verbreitet (Bundessortenamt 1999). - Erscheinungsbild: Diese Verwandte der Edel-Ölweide wird mit einer Höhe von 3 - 4 m deutlich höher und ist auch z.T. an den Zweigen mit Dornen versehen (Albrecht 1996). Der Wuchs ist breit ausladend, Ausläufer fehlen. Die elliptisch-länglichen Blätter sind auch hier auf der Unterseite silbrig. Die im Juni erscheinenden Blüten (Bundessortenamt 1999) sind fahlgelb und geben einen starken Duft von sich, welcher an Honig erinnert (Albrecht 1996). Die rundlichen Früchte sind vollreif rötlich und in etwa so groß wie Erbsen. Sie werden im September reif und haften noch im November am Strauch. Das Aroma ist etwas säuerlich (Bundessortenamt 1999).
Abb. 56: Elaeagnus umbellata mit reifen Früchten (aus Bundessortenamt 1999) - Ernte: Die Früchte müssen möglichst bald geerntet werden, da sie gerne von Vögeln wie Drosseln und Finken verzehrt werden. - Verwendungsmöglichkeiten: Aus den Früchten lassen sich gut Marmelade und Gelee gewinnen (Albrecht 1996). - Sorten: Es existieren auch von dieser Art einige Sorten, welche zur Nutzung der Früchte selektiert wurden. Von diesen sind v.a. īSerinusī und īTurdusī aus der Zuchtstation Berlin-Baumschulenweg erwähnenswert, welche seit 1992 im Handel erhältlich sind. Hierbei wird die breit aufrecht und sparrig wachsende Sorte īSerinusī ca. 3 m hoch und trägt an den Zweigen vereinzelt Dornen. Die Blüten erscheinen von Mai bis Juni. Daraus entstehen kugelige, dunkelrote und 5 - 7 mm große Früchte, welche reichlich angesetzt werden und z.T. mit Sternhaaren versehen sind. Sie werden von Mitte August bis Anfang September reif, beinhalten ca. 20 mg Vitamin C/100 g Frucht und bestehen zu bis 12 % aus Zucker und zu 1,5 % aus Fruchtsäure. Diese Früchte können besonders gut mit anderen Früchten gemischt und zu Marmelade verarbeitet werden. īTurdusī dagegen wird eher 3 - 4 m hoch und trägt kleinere Früchte mit geringerer Behaarung. Diese reifen erst spät von Ende September bis Oktober, ansonsten gleicht die Sorte der vorhergehenden. Im Himalaja kommt auch die Varietät var. parvifolia vor, welche rotbraune Früchte aufweist (Bundessortenamt 1999). Zurück zum Seitenanfang |
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