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Aus der Diplomarbeit von Andreas Zeitlhöfler 2002: Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen

5 Zusammenfassung

 

Die vorliegende Arbeit liefert einen Überblick über die derzeit gängigen Kulturverfahren bei den wichtigsten Wildobstgehölzen. Zu diesen gehören v.a. der Holunder, die Eberesche, der Sanddorn, die Apfelbeere, die Kornelkirsche und die Scheinquittensorte ´Cido´. Auch auf die Kultur von Felsenbirnen, Mispeln und Fruchtrosen wurde ausführlich eingegangen. Hierbei wurden gerade in den letzten Jahrzehnten bei einigen dieser Arten neue Anbaumethoden (V.a. hinsichtlich der Ernte beim Sanddorn) entwickelt, so daß sich ihr Anbau auch im größeren Rahmen lohnen kann. Auch auf die Züchtung neuer, ertragreicher Sorten wurde hingewiesen. Im Anschluß ging der Autor auch auf solche Wildfruchtgehölze ein, welche bislang zumindest in Mitteleuropa noch kaum obstbaulich genutzt werden. Darunter befinden sich jedoch auch einige "Aufsteiger" wie z.B. der Weißdorn, welche in der nächsten Zeit für den Obstbau an Bedeutung gewinnen könnten.

An den, der am Anbau von Wildobst interessiert ist, sei der Ratschlag gegeben, daß er sich v.a. um eine gute Vermarktung der Früchte kümmern sollte, da ihre mögliche Nutzung als Obst oft noch relativ unbekannt ist. Hierbei gibt es verschiedene Optionen, wie die Früchte am besten abgesetzt werden könnten. So werden je nach Kultur die Selbstpflücke, die Direktvermarktung, die Belieferung von freien Abnehmern oder auch der Vertragsanbau als mögliche Konzepte für eine gute Vermarktung genannt (3). Für eine gute Werbung könnten z.B. kleine Läden eingerichtet werden, wo die Früchte und ihre Erzeugnisse auch als Probepackung angeboten und in Schaufenstern oder auf Plakaten ausgestellt werden können. So könnte die Neugier der Kunden geweckt werden. Auch die Veröffentlichung alt bekannter Rezepte zur Verwertung z.B. von Holunderbeeren könnte dies fördern. Es wäre hierbei auch hilfreich, wenn die einzelnen Wildobstgehölze in Katalogen von Baumschulen nicht erst unter anderen Begriffen wie Laubgehölze oder Kletterpflanzen gesucht werden müßten. Somit würden die Bezieher von jungen Wildfruchtgehölzen auch auf andere Arten aufmerksam gemacht. Nach Albrecht (1996) wäre es auch hilfreich, wenn die Arten auch mit möglichst wohlklingenden Namen belegt werden, wobei es ja unter den deutschen Namen oft eine große Auswahl gibt, so daß sich auch ein geeigneter gut finden ließe. So sollte z.B. die Rosenart Rosa villosa nicht als Zottige Rose, sondern besser als Apfel- oder Obst-Rose deklariert werden. Gleiches gilt auch für Rosa rubiginosa, für welche der Name Schottische Zaun-Rose zu diesem Zweck eher ungünstig ist (Anm. d. Aut.). Das folgende Kapitel "Ausblick" soll noch einen Einblick in die derzeitige und zukünftige Entwicklung des Wildobstanbaus geben.

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